Bei Meißner.Raeder in der Louisenstraße in Dresden habe ich mein Rad erworben und auch alles machen lassen. Danke an Stefan und Stefan und die ganz Crew…. natürlich muss auch Sofia genannt werden, die mir extra (aus eigener Tasche???) ein Ölwechselkit sponsorte und meine Erstbaratung vor 3 Jahren war… herzlichen Dank… https://meissner-raeder.de/
WO:
Louisenstraße 19, 01099 Dresden
Kontakt:
+49 351 811 35 83 mail@meissner-raeder.de
22.05.2025, Okanogan, kleine Plananpassung, Übernachtungsplanung, keine SIM-Karte
Hmmm. Ich war nicht so richtig sicher, wie es weitergehen soll… nein, wie ich weiterfahren soll… ist der Triple Divide Peak das richtige für mich (allein)? Wenn ich da schon hinfahre, dann müsste ich auf den Berg drauf… ich hatte mir überlegt, drumherum zu fahren (178km, über 3.000 Höhenmmeter, aber vor allem ein fast 2.400m hoher Pass…und 500 Grizzlys im Glacier Nationalpark) nach einigem Hin und Her, entschied ich mich, dass ich das ein anderes Mal machen möchte. Also neue Strecke zum Yellowstone Nationalpark. Und mit der Beschäftigung dessen, was ich da sehen möchte (Danke an J.) Old Faithful Geyser. Es sind noch 1.300 km bis dahin… also hoffentlich bin ich so in 2 Wochen da. Von der Strecke durchs Indianerreservat wurde mir abgeraten „Drug Country“… zu Hause hätte ich gesagt: ja, ok, ich guck trotzdem mal. Hier bin ich nicht ganz so… zum einen, weil ich allein bin. Zum anderen: es gab bei dieser von Mapy ausgespuckten Route kaum Radrouten. Nicht dass sie hier viele Radwege hätten, aber Radrouten sind m.E. nach touristisch besser erschlossen (z.B. Campingplätze, die App ioverlander scheint sehr hilfreich). Und der gestrige Tag zeigte mir, dass es mich sehr stresst, wenn ich keinen Platz zum Schlafen habe. Und mein Zelt in der Wildnis aufstellen, ist nach wie vor nicht meine Sache. Das ist mir mal wieder deutlich geworden. Und deshalb habe ich den heutigen Nachmittag auch damit zugebracht, Übernachtungsmöglichkeiten zu finden…
Heute wollte ich eine SIM.Karte für mein Telefon kaufen, damit ich hier telefonieren kann. Ich also zu einem großen Einkaufsmarkt, wo es so etwas geben sollten. Gab es auch… Die Hürden waren allerdings erstaunlich: einen Vertrag nur mit meiner Sozialversicherungsnummer… tja, ich weiß wo der Ausweis liegt, aber da komm ich derzeit, auch über Umwege, nicht so schnell ran. Prepaidkarte: da würde mir der Anbieter wohl mein Telefon für andere Karten blocken. Also ginge noch Prepaidkarte mit Telefon.. dann hätte ich noch eines… und zum normalen Datentarif braucht man wohl immer noch die Hotspotversion, sonst bekommt man das nicht an den Rechner… und da wäre ich zum Tagebuchschreiben etwas aufgeschmissen. Also bin ich für den Moment erstmal unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Wie schön einfach ist das doch bei uns zu Hause….
Und dann wollte ich in einem Supermarkt mich für eine Mitgliedschaft anmelden… ganz einfach, sagte der Verkäufer: sie müssen hier nur Ihre Telefonnummer eingeben… Ja, doch versuchen Sie es mit Ihrer deutschen Nummer… aber Fehlanzeige…. Keine Mitgliedschaft, weil keine US.Telefonnummer… aber er nahm seine Mitgliedsnummer… immerhin 10% Ersparnis. Danke an den Verkäufer.
So, die Route ist im GPS-Gerät. Da kann es morgen losgehen. Gute Nacht.
Brillen kauft framan hier
Seit Jahren bin ich bei der Augenoptik Wünsche in Görlitz auf der Jacobstraße 4a. Sie haben dort immer ein offenes Ohr und waches Auge für meine Wünsche und Bedürfnisse. Und so habe ich auch meine neuen Gleitsichtbrillen (für die USA) dort anfertigen lassen. Hervorragende Arbeit Kolleginnen und Kollegen. Vielen Dank!
29.05.2025, erstaunlicher Golfplatz, schreckliches und schöne Überraschung, wieder mal nett
gestern habe ich noch an der homepage geschrieben, also an meinem Tagebuch. Abends saß ich dann draußen am See… sehr schön. Und ich beobachtete eine Geschichte: 2 Polizist:innen gingen auf dem Promenadenweg entlang und bogen dann ab zum Strand. 2 Mädels waren ihr Ziel. Ich hab nicht verstanden, worum es ging… also von den Worten her, denn dafür waren die 4 zu weit weg. Aber es schien ein Haufen Gelaber zu geben. Es dauerte… und dann checkten die Offiziellen die Tasche der beiden Mädels. Das Ergebnis: es wurden Getränke ausgekippt. Ich nehme an, dass es alkoholische Getränke waren, denn diese sind dort am Strand verboten. Es schien auch, dass Adressen „ausgetauscht“ wurden und die Mädels mussten Zettel unterschreiben… einen Platzverweis gab es allerdings nicht… ja, so war das…
Auch die Häuser, die ich gesehen habe… nice. Üppige Vorgärten und gepflegte Häuser, und: insgesamt recht radlerfreundlich. Es gibt Radwege. Abends noch zum Einkauf, denn ich wollte ja heute was essen. Schonmal zusammen packen. Dann heute früh. Essen, Einräumen, 08.30Uhr los. Bissl später als ich wollte aber: es wird besser. Zum Fahren war es sehr angenehm. Meine Essenstasche ist nur ganz schön voll-das wird sich ja dann gleich ändern. Ich fuhr also nach Süden bis zum See, dann links ab Richtung des Golfplatzes. Und ich kam da an und fragte zwie Angestellte, ob ich den Platz mal anschauen könnte. „Wissen wir nicht, frag mal am Eingang“. Am Eingang bekam ich die Gästekarte mit der Nummer 2. „Bis zum Ende der Straße und dann fragen, wo Du Dein Rad hinstellen kannst“. gemacht, getan. Was für ein gepflegter Rasen… der Golfkurs sieht wie eine kleine Parklandschaft aus. eigentlich ganz nett. Bissl ungewohnt mit dem Golfrasen überall. Am Ende der Straße sah ich dann auch wirklich schon „The floating green“. Interessant. Und auch ein Geschäft oder etwas ähnliches. Ich also da rein, wollte ja fragen wegen des Rades. Und ja, London (wie die Stadt so sagte mir der junge Mann) erlaubte mir, dass ich mein Rad dort stehen lassen könne. Und ich fragte noch, ob er mir das mit der Insel erklären könne. Und das funktioniert so: the floating green ist Loch Nummer 11. Man geht am Ufer zur Abschlagstelle und versucht die Insel zu treffen. 2 Versuche hat man. Dann fährt framan mit dem Boot zur Insel und beendet das Loch (oder wie das heißt). Hernach geht es mit dem Boot wieder zum Ufer. Damit die Ballsuche nicht zu aufwändig ist, gibt es hier Spezialbälle. Die können schwimmen. Und ein paar Mitarbeiter:innen sammeln die dann von Zeit zu Zeit ein. Es ist wohl das einzige schwimmende Golfziel der Welt…
Mir wurde erlaubt, dass ich bissl auf der Wiese rumsitze, und ich guckte den Inselschießern zu. Ein paar trafen auch. es war sehr angenehm hier auf der Wiese abzuhängen. Und auch sehr posh.
Einen anderen Mitarbeiter fragte ich, was das hier kostet: 325 Dollar und dauert ca. 4 Stunden, wäre eine Menge Spaß und sehr empfehlenswert… also wer will?!
Dann aber weiter. Immer schön am Wasser lang. Später: musste ich auf die Autobahn Interstate 90. Die geht nach Osten. Alle geraden Autobahnnummern gehen in Ost-West-Richtung. Die ungeraden in Nord-Süd-Richtung. Scheint zu stimmen. Die Autobahn war gruselig. oben am Pass war auch noch eine Spur gesperrt (Bauarbeiten) und der linke Seitenstreifen praktisch nicht vorhanden oder geschlossen… ich lebe noch, und alles ist gut ausgegangen.
Und dann der echte Hammer des Tages: es gab einen Radweg. Mitten durch schöne Landschaft und am Wasser entlang. ich weiß nicht mehr wie weit, aber ich denke mal 30km werden es schon gewesen sein. Das war ein tolles Radeln. Leichter Wind von hinten, wenig bergauf und angenehme Sonne. Toll. Zur Übernachtung war ich hier in Wallace angemeldet. ich fand 30 Dollar üppig aber die Möglichkeiten sind beschränkt. Nach Ankunft in der Stadt habe ich etwas rumgeschaut… bissl historisch ja, bissl.. naja, will mal sagen, dass sie nicht ganz frisch ist, sah ich schon. Aber doch sehr nett. In den 80er Jahren hat sich die Stadt gegen den Bau der Autobahn mitten durchs Zentrum gewehrt. Dafür steht die Stadt noch und die Autobahn ist teilweise auf Stelzen gebaut…
Hier am Campingplatz erzähte ich mit Tim an der Rezeption… Scharm und Erzählen führten zur Einsparung von 30Dollar Platzgebühr. Aber 6 fürs Duschen waren drin. Dafür müsse ich aber auch vor 9Uhr los… bevor sein Boss kommt… 08.30uhr habe ich ihm versprochen. ich wollte ihm einen Drink dafür spendieren, den er aber aus „ich trinken keinen Alkohol“ ablehnte. Und als ich sagte, dass ein Drink für mich nicht unbedingt aus Alkohol besteht, sagte er nur, dass er im angrenzenden Lokal Freigetränke hätte… ok, auch gut. Aber ein netter Schwatz und einen schönen Abend (und Bären hätten sie hier schon lang nicht mehr gesehen 🙂
Coeur d’Aleneguter WunschTruthähne auf der Straßemein Gästeausweis für den GolfcourseLondon erklärt mir das Spiellinks der Start, Mitte das Boot, rechts the floating greenauf der AutobahnPauseschöner Radwegnicht nur schönWallace, alte postAutobahn „über“ der Stadttalk with Tim
31.05.2025, viele Kilometer, so ein Mist, angenehmes Missoula, schönes „Heim“
es war ein angenehmer Start heute Morgen… es ging also recht gemütlich los. Das einzige, was mir etwas Gedanken machte, waren die vielen Kilometer heute, denn es ist manchmal nicht zun ändern. Du suchst einen Schlafplatz und manchmal sind mehr Kilometer dazwischen als einem lieb ist. Und so auch heute… ja, dann auf die Autobahn… puh… aber gut… ich hatte ja etwas die Route verändert und so mussten ein paar Zwischenstücke gefüllt werden… und offensichtlich darf man hier auf der Autobahn fahren. Immerhin kam ich an einem Polizeiauto vorbei und wurde nicht angehalten. Und dass ich zu schnell vorbeiführe, davon kann ja wohl keine Rede sein… grins.
Dann sah‘ ich wie ein Auto vor mir hielt. Ich dachte, eieiei, was ist jetzt? Was falsch gemacht? Verbrecher, die mir ans „Leder“ wollen? Wie sagt dazu eigentlich ein Veganer? (wegen des Leders…). Und als ich schon auf die Fahrspur wechselte und überholte, da „kurbelte“ der Fahrer des Porsche! sein Fenster runter und hielt mir eine Banane mit den Worten hin „ich weiß, wie das ist, man braucht die Kalorien. Wie heißt Du? Darf ich ein Bild machen? Ich bin Andreas. Gute Reise!“ Ich war perplex… mit einer Banane in meiner Hand… 🙂
Und dann ereilte mich „das Schicksal“ doch. Ich hatte es schon befürchtet. Es ist meistens ausreichend Platz auf den Seitenstreifen, aber es liegt dort auch viel Zeugs und Unrat rum. Und ich muss sehr aufpassen, dass ich nicht in irgendwas reinfahre. Na ja, und dann ist es passiert. Gegen Mittag. Und das raubte mir über eine Stunde. zwei Löcher. Eines, wo ein alter Flicken mal nicht gehalten hat (war, glaub ich noch nie passiert-war so ein selbstklebendes Ding, vielleicht benutze ich die auch nicht wieder) und dann noch ein kleiner Draht… sah aus wie aus einer Karkasse eines Reifens…. Mistigkeit… und so musste ich „meiner Unterkunft“ Bescheid geben, dass ich wohl doch etwas später kommen würde. Aber es konnte repariert werden und weiter gings. Dann änderte sich die Landschaft. Das Tal wurde weiter und Missoula kam in Sicht. Und endlich runter von der Autobahn.
Ich kehrte noch in so eine Raststtte ein. Fragte einen der Leute dort, wie denn die Getränkemaschinen zu bedienen wären und was es kostet. Und ich erhielt nach einiger Zeit ein mächtig süßes Mangowasser… An der Kasse gab ich 2,50… und die Dame sagte: nee, 0,5 reicht aus. Wieso? Na das ist doch nur Wasser, oder? Nee, das ist Mango.Wasser? hmmm. Ich geb es heute so raus und frag meinen Boss… ok. großes süßes Getränk (mit Eis) für 0,5… gute Sache… bar entscheiden sich die Leute hier oft „für den Kunden“…
Missoula ist sehr nett. Es gab einige schöne Radwege. Und meine App führte mich zu meiner Unterkunft. Der ersten, die ich erfolgreich über warmschowers „gebucht“ hatte. Als ich in Italien war, funktionierte es gar nicht (kaum Leute und die paar, die ich anschrieb antworteten nicht). Und hier… die nächsten 3 Nächte in Missoula und dann noch zwei Unterkünfte in den kommenden Tagen. Super…
diese Bären reichen mir völligalte Infrastruktur überall… und über dem Fluss? wohl kein Geld zum Abriss…irgendwas mit Pferden (3 ritten immer einmal hin und wieder zurück… max. 30s) ich glaube, das war der WettkampfAuto wartet auf mich-warum???Andreas gab mir eine Banane…so ein Mist…vielleicht auch kein Wunder, was so am Straßenrand liegtfeuchtes Tuch überm GPS-damit es gekühlt wird fürs Ladendas sind doch mal ein paar StörsteineAngelplatz und vor dem Fisch wird gewarntaber nette Naturdie Landschaft ändert sich (wieder)angenehmes Missoula/ Montana…ich musste lachen…