An diesem Morgen war der Abschied wieder etwas herzlicher. Es ist so wunderbar all diese Menschen zu treffen… Frisch ging es los. Aber nicht für lange. Denn am Oshawa Creek gab es wandernde Lachse zu sehen. Und die hatte ich so in echt noch nicht gesehen (außer auf meinem Teller). Im Fernsehen hat framan das ja praktisch alle Nase lang und auf diversen Platformen online garantiert auch, aber in echt_ Ich war und bin sehr fasziniert. Ganz schön große Fische… leider sehen die in meinen Augen etwas dämlich aus. Aber kräftig sind die. Und da es so viele waren, waren dort auch ein Haufen Angler am Werk mit Ihren Angelruten. Und bevor ich wirklich wußte, dass es Lachse sind, hatte ich jemanden mit Angel gefragt. Ob man die auch mit ’nem Kescher fangen könnte? Nee, das darf man nicht. Es ist nur eine Angel erlaubt. Ob es denn grundätzlich möglich wäre, die mit einem Kescher zu fangen? Nur die Native American dürfen mit Netzen fangen. Gut, war ich schlauer, auch wenn ich nicht die Antwort auf meine Frage bekommen habe…. denn eigentlich wollte ich ja wissen, ob es denn überhaupt möglich ist (technisch) Lachse mit dem Kescher zu fangen, wenn es so viele davon gibt… Ja, es waren wirklich viele. Und da sie zu ihren Laichplätzen am Wandern waren, waren sie wirklich am ganzen Fluss entlang in großer Zahl anzutreffen. Und nach dem Ablaichen sterben sie dann… an Infektionen, an Schwäche, an Verletzungen…
Leider habe ich nicht gesehen, wie sie springen. Ich hatte mich eine Weile an eine „höhere“ Sohlschwelle gesetzt… einen ganzen Tag wollte ich hier nicht verbringen und deshalb fuhr ich vor der Sprung.Sichtung weiter.
Es war ein sehr angenehmer Radeltag. Ich klaute ein paar Äpfel vom Baum, die sehr lecker aussahen… geschmacklich ok. Aber eben auch noch hart. Das war (vielleicht) so ähnlich wie mit den Pfirsichen (bevor sie geentert werden, werden sie nicht ganz reif, damit sie dann länger halten. Aber schön sahen sie aus.
In Cobourg gab es einen super Strand. Allein der Campingplatz war nicht so verlockend. Und als mich ein Camper gleich als ich mal am WC.Häuschen schaute darauf aufmerksam machte, dass ich hier nur rein könne, wenn ich auch zahlte (haha, nach 17Uhr war das aber nicht mehr möglich, da das office geschlossen war), dachte ich: ja, der Mann hat recht. Ich werde noch etwas weiter radeln. Vorher saß ich halt noch so eine halbe Stunde auf einer Parkbank mit wunderbarem Blick aufs Wasser und aß etwas und war etwas unschlüssig, ob ich weiterradel und das gute Wetter nutze oder diesen nicht so ansprechenden Camping.Platz „nehme“… nun radelte weiter. Weniger km für morgen… hehehe…
Ich kam in Colborne an und Lee gewährte mir Einlass auf seinen Campingplatz. Die Nachfrage nach einem Discount wurde abschließend mit der Antwort bedacht, dass er mich für den halben Preis hier übernachten ließ. 30 anstatt 52Dollar. Interessante Mathematik, die sie hier haben. Aber das hatte ich ja schonmal festgestellt bei der Dame mit dem Waschmaschinengeld im Hotel in Utica ;).
Es ist ein sehr schöner Platz. Wunderbares Wetter, und mir geht es gut.



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