Wiedermal Zelt trocknen. Aber das kommt hier praktisch immer vor. Regen war nicht weiter schlimm, und ich hatte ganz gut geschlafen. Der Radfahrerkolege mit Hänger war allerdings nicht schon wie angekündigt mit Sonnenaufgang unterwegs, sondern war noch voll im Packen als ich aus dem Zelt gekrochen kam… vielleicht gegen sieben. Und da war die Sonne schon lange „wach“… Regen war seine Entschuldigung. Und dass er wieder zurück müsse, da eines seiner Enkelkinder nicht mit der Oma klar kam… oder die Oma (seine Frau) nicht mit einem seiner Enkelkinder… wahrscheinlich eher letzteres… kannste nixx machen…

Der andere Kollege schine mit seinem Rad unter einer Plane zu schlafen, wobei sein Rad die Plane „oben hielt“… bin ich froh, dass ich ein richtiges Zelt habe… Und der Radler war noch nicht auf, als ich losradelte… bis in den Ort… eine Bäckerei… ein Croissant und ein Gebäck unbekannter Art (jeden Tag was neues probieren) nannte ich nach der Übergabe von 8 Dollar mein eigen… Bank. Mehr oder weniger Sonnenplatz. Frühstück… sehr schön… Müsli und Milch raus… zum Glück hatte die Milch, die ich gestern erwarb den Sturz vom Rad halbwegs überstanden (ich fand sie nachdem ich sie an der Schleuse vermisst und zurückgefahren war auf einer Brücke wieder… sie war mir doch einfach vom Gepäckträger gefallen…. tststs), dazu Granola… leider war das Goldrausch.Müsli nicht so besonders, und ich beschloss demnächst wieder das Peanutbutter.Chocolate Müsli zu besorgen… Das Croissant war eher wie ein Milchbrötchen und das für mich undefinierte Gebäck (so eine Art 2 Cookies mit Cremefüllung) konnte leider nicht komplett meinen Magen durchqueren… da es schon die orale Passage mit Geschmackskontrolle nicht nehmen durfte.

Nach ein paar Telefonaten, die mein nächstes Jahr angingen, radelte ich dann weiter, kam nach Palmyra… nicht das in Syrien, sondern am Eriekanal. Geburtsstätte der Mormonen und wohl die einzige Ortschaft in den USA und eine von 10 in der Welt, wo 4 Kirchen an einer Kreuzung (an jeder Ecke eine) stehen… Christentum hin oder her: ich habe an allen Türklinken gerüttelt. ALle waren verschlossen. Es gab auch keine Schilder mit Ansprechpartnern oder wo ich einen Schlüssel bekommen könnte… da wird es nixx mit der Verbreitung dieser Christlichkeit, wenn wir, wie so oft hier, vor verschlossenen Kirchentüren (auch metaphorisch gemeint) stehen… Sah aber trotzdem interessant aus.

Am Abend hatte ich dann die Auswahl zwischen der Schleuse 32 und 33. Adam (Mitarbeiter dort) an der Schleuse 32 erzählte mir, dass ich überall am Kanal mein Zelt aufschlagen könne, außer es ist explizit verboten…. und so könne ich auch an „seiner“ Schleuse übernachten… Ich guckte mir aber erst die andere an, die ich eigentlich aufsuchen wollte…. fuhr zu einem Italiener und hatte dort asiatische Gerichte zum Abendessen und entschied mich die 2km zurück zu Schleuse 32 zu radeln. Ich stellte es mir sehr schön vor auf der Aussichtsterrasse am Morgen zu sitzen und zu frühstücken…

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