Der Morgen war sehr angenehm. Ich ging zum Runden See, der sehr besonders sein sollte wegen seiner grünblauen Farbe… Dafür stand die Sonne sicher nicht im richtigen Winkel zum See und so bekam ich nur ein paar kleinen Stellen einen Einduck wie schön dieser See aussehen könnte, wenn die Sonne richtig steht… Nach etwa einer Stunde war ich hinter gegangen, drum herum und wieder oben (es war schon etwas steiler als normal und ich merkte meine Knie… bin halt auch keine 40 mehr…grins).
Am Eriecanal gibt es immer wieder Schilder auf denen zur Geschichte des Kanals und der Zeit etwas steht… unter anderem, dass zur Bewegung der Schiffe Maultiere als Zugtiere genutzt wurden und zur Führung der Maultiere brauchten sie Menschen. Und da Kinder „billig“ waren und die Arbeit nicht besonders schwer, war hier Kinderarbeit der eigenen Kinder an der Tagesordnung und die Kanalnutzung dadurch bezahlbar… schlechter hatten es dabei oft obdachlose Kinder oder Kinder ohne Eltern: ihnen wurde eine gute Bezahlung versprochen, die sie dann oft nicht bekamen und so verbrachten sie dann oft die Wintermonate im Gefängnis, da sie zum Stehlen von Nahrung gezwungen wurden…
Was ich auf meinem Weg sehr mag, sind die kleinen Stände, wo die Menschen auf Vertrauensbasis Ihre Produkte verkaufen. Manchmal sind die Stände sehr klein, manchmal aber auch größer…. von Milch und Gebäck bis Obst und Gemüse gibt es viel… auch mal schon second hand Ware oder selbstgefertige Dinge… Heute hat mich das Farbpotbourie der Paprikafrüchte fasziniert (rot, grün, lila). Die Nektarien waren mäßig, die Kekse ganz gut. An die Pies habe ich mich allerdings nicht rangetraut, da sie einerseits ziemlich groß waren (schaffe ich dann manchmal nicht) und andererseits ist die Gefahr, dass sie nicht so meinem Geschmack entsprechen ziemlich groß… es waren pies wie Kuchen (also nicht herzhaft)…
Es ging ganz schön hoch und runter an diesem Tag, also bergemäßig. Und es war ziemlich warm… Da ich meinen hosts zugesagt hatte, nicht zu spät zu kommen, musste ich mich zwischendurch ganz schön „strecken“…. Milch und ein anderes Grape.Soda waren auf meiner Strecke… die Milch war gut, aber die Limo war… jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass es keine Rolle spielt, ob ich die günstige oder teure Variante dieser Limo habe, sie schmeckt mir immer furchtbar….
Vorhin kam ich dann wohlbehalten und recht knülle hier in Ithaca an… nicht aber noch ohne vorher eine kurze Strecke mit 10% Steigung zu haben. Dafür ist es hier super ruhig und schön. Zum ABendessen gab es Lachs und Bratkartoffeln… sehr schön…



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