Das Frühstück im Hotel überzeugte mich heute morgen überhaupt nicht. Es gab nicht mal Obst. Von sonstigen frischen Dingen kann kaum die Rede sein. Bei dieser Hotelkette hatte ich in Deutschland immer sehr gute Frühstückserfahrungen gemacht.

Um kurz nach acht Uhr ging es los. Die Lotterie, bei der wir gestern mitgemacht hatten (Los für 2 Dollar) ließ uns leerausgehen. War ja auch nicht anders zu erwarten. Früh war es noch kühl, aber mit etwas Rückenwind geht alles gut. Wir fuhren über eine Schleuse (noch in Utica, die stark reparaturbedürftig war) und vor der Schleuse Nr 20 trafen wir auf ein Solarboot… Evan musste da natürlich mal hin und sich mit dem Besitzer unterhalten… Er träumt ja auch von so einem solarbetriebenen Boot. 500Watt Sonnenstrom und 400Watt Windstrom lassen das Boot bis 2mpH also ca. 3 km/h schnell werden… oder langsam… Und der Eigentümer schreibt wohl ein Buch als Lebensunterhalt… ich bin ganz froh über meine Möglichkeiten :).

Der Morgen wurde schön. Herrlicher Sonnenschein… In Rome machten wir Halt an einer Tankstelle für Evans Snack… und ich kaufte aufgrund der „Empfehlung“ der Tankstellen“Wirtin“ einen Hamburger… „der ist so gut, Du wirst es bereuen, wenn Du ihn nicht nimmst“… so gut war er dann nicht, aber die Person war schon ein Unikat. Schon vom Aussehen… sehr individuelles Gebiss und auch sonst…

Hier in Rome gab es ein wiederaufgebautes Fort. Fort Stanwix, in großen Teilen originalgetreu wiedererrichtet 1976, war ein 1758 erbautes britisches Fort. Sie zeigten dort vieles, wie es so funktionierte und war im Unabhängigkeitskrieg (1775-1783): Tot durch Kampf oder Langeweile…

Weiter ging es immer am Kanal lang. Es war wirklich ein schönes Radeln. Mal am neuen Kanal, der noch benutzt wird mal am alten Kanal, der sehr schmal und manchmal trocken oder zugewachsen ist.

An der Schleuse 21 hatten wir einen netten Schwatz mit George, einen der Schleusenwärter, zu Schleuse und Kanal. Leider konnten wir die „Kanal.Mütze“ nicht bekommen, die er aufhatte… also es gab die nicht zu kaufen… die hätte ich als Erinnerung genommen…

In Canastota besuchten wir die Post (Kauf von Briefmarken) und gingen ein letztes Mal essen. Mexikanisch. Sehr lecker. Ich zahlte, denn Evan zahlte die Hotels (und wollte dafür nichts, denn „muss ich ja sowieso zahlen“) und ich zahlte dafür Lunch… In Canastota sahen wir eine Kirche, die eher wie eine Festung aussah (mit Burgturm), war aber leider geschlossen, besorgten uns etwas Limo (manchmal ist das mit dem Probieren unbekannter Dinge so eine Sache… meine Güte war die Punchlimo süß) und radelten am Kanal weiter bis zum Abzweig zum Green Lakes State Park. Da es schon zeitlich soweit vorangeschritten war, entschied sich Evan nicht mehr in den Teich zu gehen, sondern gleich weiter zu fahren. Wir verabschiedeten uns. Es war ein schönes Radeln zu zweit. Ich habe es sehr genossen. Danke Mann.

Ich schrieb mich bei der Rezeption ein (5 Dollar extra, da ich nicht aus New York State bin, und 1,50 extra weil ich nicht gebucht hatte)… und bekam einen Platz, da hätte ich locker 5 Zelte meiner Größe draufstellen können… na ja, immer das gleiche.

Der Badesee war enttäuschend (und ich deshalb natürlich nicht drin) aber der Platz und das Gebiet sind sehr nett. Auch half mir ein Nachbar, einen Picknicktisch zu meinem Zelt zu tragen, nachdem ich gefragt hatte, ob die alle brauchen (4 Plätze hatten die Nachbarn wohl gebucht,. ich hatte aber nur 3 gesehen und dachte, da haben die mit 4 Tischen aber einen zuviel). Es ist hier angenehm ruhig, außer das Aggregat eines anderen Nachbarn… Gute Nacht

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