Der Morgen verlief ruhig. Gestern hatte ich Diane getextet (von der Kirchengemeinde in Spraker), ob ich mir die Kirche anschauen könne… sie schickt jemanden vorbei. Sie kann selber nicht kommen, da sie sich gerade im Urlaub befindet. Und um (Uhr war auch jemand da. Schloß mir die Kirche auf, die für hiesige Verhältnisse schon ziemlich alt ist (erbaut: 1858, gegründet aber schon1772) und ich hatte ein Weile dadrinnen… für mich ganz angenehm. Dann kamen Radler aus Montreal, mit denen ich mich eine kleine Weile unterhalten habe und dann ein kurzer Text ins Gästebuch und dann ging es auch schon los…

Ein paar Kilometer weiter in Canajoharie gab es die Lees Christmas Corner. Ein Weihnachtshaus. Diesmal wollte ich es mir aber angucken. Bei weiterm nicht so groß wie in Görlitz aber knuffig. Baumanhänger in Rucksackform und als zusammengerollte Yogamatte in Rosa… krass… ich erzählte dem Verkäufer woher ich kam und ob ich seinen Laden mal fotografieren dürfe… ja klar, danke fürs kommen… und als er hörte, dass ich die Dinge aus dem Erzgebirge kannte, da hatte er sich gefreut, weil ich von da „aus der Nähe“ kam…

Kurz vor dem Ort Little Falls gibt es das Anwesen „Herkimer Home“. Das hat mich sehr beeindruckt. Nicht nur weil die Einwanderer aus dem Südwesten Deutschlands hier in der Mitte des !8.Jhd ein erstaunliches Anwesen errichtet hatten, sondern weil es mir auch sehr gefallen hat. Roten Backstein finde ich wirklich ein schönes Baumaterial.

An der Schleuse Nr, 18 hatte ich dann ein kurioses Gespräch mit einem Joe Francisco. Einwanderer aus Italien, also seine Eltern. Er war aber auch schon in Rente. Er beklagte sich über die ganzen illegalen Ausländer und gut, dass die jetzt rausgeworfen werden… und alles nur, weil er mich fragte, ob ich über Land radle (er war auch mit dem Rad auf einer kleinen Tagesrunde) und ich ihm auf Nachfrage erzählte, dass ich nur eine Erlaubnis für ein halbes Jahr bekommen habe und nicht verstehe, warum ich nicht länger bleiben darf…

Seis drum. Kurz danach traf ich Jerry, einen 81 jährigen rüstigen Herren, der auf einem Stepper.Fahrrad an mir schon das zweite mal vorbei gefahren war und gerade Pause machte. und es interessierte mich wirklich, ob er aus gesundheitlichen Gründen keinen Sattel habe (ich dachte, vielleicht aknn er nicht sitzen oder so etwas)… und ja. Aus gesundheitlichen Gründen nutzt er dieses Fahrrad 3 Mal die Woche für 1,5 Stunden, da es ca. 30 bis 40% mehr Kalorien verbraucht und den ganzen Körper trainiert… ich war beeindruckt. Und er hatte sich sehr gefreut, dass ich ihn fragte. So ein netter Kerl. Guter Ausgleich zu kurz davor… weil Jerry so lebensbejahend und der andere so negativ…

Immer schön am Wasser lang… herrliches Radeln bis nach Ilion. Hier wollten Evan und ich uns treffen. Ich hatte ein Lokal mit mehr Salat vorgeschlagen. Aber er ass schon in der Kirche in Spraker ( es gab eine Microwelle, mit der er Pasta von gestern aufwärmte) und wollte nichts. Deshalb entschied ich mich für die „einfachere“ Variante: Am Imbiss in der Marina von Ilion haltmachen und was essen… ein Burger und ein hotdog… na ja… ging so… aber Evan kam und wir machten noch etwas Pause. Dann kam noch ein anderer Radler, der seine erste Woche auf einer längeren Tour gemacht hatte… Immer am Eri Canal Trail lang. Dafür kam er aber extra aus Florida angeflogen… Sein Rad sah etwas spannend aus… eigentlich nur, weil die Hinterradfahrradtaschen ziemlich auf halb acht hingen… aber er war ganz nett… und „lernt noch“, wie er selber sagte… er musste schnell weiter, weil er Schiss vor dem morgigen Regen hatte und seine Zeit fast abgelaufen war… wir fuhren entspannt weiter, weil wir wussten, dass wir morgen frei machen und der Regen uns deshalb mehr oder weniger egal sein kann… und so kamen wir dann auch ziemlcih entspannt in Utica an, bezogen usner Zimmer und waren bissl platt…

Und es war ein geiler Radl.Tag. angenehme Sonne, nicht zu heiß, Wind von hinten. Was willste mehr…

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