Wir hatten 2 Nächte bei unserem host. Danke, dass wir bleiben konnten. Heute war umziehen dran. Wir starteten früh. Das Auto hatte kein Strafticket (to get a ticket ist übrigens hier genau das gleiche). Zum Glück. Ich war nämlich nicht sicher, wie lange Parken erlaubt ist, wenn drauf steht, dass zwischen Montag 7Uhr und Freitag 20:30uhr nur 2h erlaubt sind… können wir bis 7Uhr und dann Parkscheibe oder bist 9Uhr ohne Parkscheibe… und eine Parkscheibe im Auto hatte ich nicht gesehen… aber ist ja gut gegangen ;).
Unser neuer neuer host für die kommende Nacht wohnte nicht weit weg. Wir parkten im Parkhaus auf der 18th Street und gingen in die Stadt. Heute tatsächlich zu Fuß. Auf dem Weg lag eine Patisserie, die Toby uns empfohlen hatte (war sehr gut) und dann in einen Bus… zu Fuß ging es genauso schnell… Wir waren auf dem Weg zum Lincoln Memorial. Danach am Korean War Veteran Memorial vorbei zum Martin Luther King Jr Memorial. Wir passierten nochmal das Washington Monument und spazierten zur National Galery of Art… was man den US.Amerikanern lassen muss: ein Händchen für Pathos haben sie. Und einen Faible auch… diese Mischung ist schon erstaunlich, beeindruckend… ob framan das jetzt besonders schön findet oder angebracht ist vielleicht eine andere Sache, aber ich finde es schon beeindruckend.
Wir verbrachten einige Stunden in der Bildersammlung. Lucas Cranach der Ältere, Monet, Vincent van Gogh, Paul Cezanne, Henri de Toulouse Lautrec waren die für mich an diesen Tag beeindruckenden Künstler. Der Verkäufer im Museums.Shop (den Laden fanden wir so mittel) empfahl uns noch unbedingt den einzigen in Amerika vorhandenen Leonardo da Vinci anzuschauen…. also nochmal hoch… die „Ginevra de‘ Benci“ war noch da…
Dann ging es auch schon zurück. Die Zeit vergeht so schnell… ich weiß, dass das physikalisch Nonsens ist, aber es fühlt sich so an… Wir gingen noch etwas einkaufen. Wir sollten/ konnten zum Abendessen was mitbringen… so richtig was, war nicht klar. Wir entschieden uns letzten Endes zu „Nachtisch“, der auch noch sonst von uns gegessen werden könnte. Wenn Du nicht weißt, was Du mitbringen kannst, ob es Allergien gibt oder Du nicht weißt, was der andere mag, dann nehme ich i.d.R. was, was auch ich gern esse, damit es im Zweifelsfall wenigstens mich als Abnehmer findet… Granola, Joghurt, Obst, Nüsse… wir waren zufrieden. Also los…
Ryan machte uns auf… ah, ok, ein Mann. Ich hatte aufgrund des Namens mit einer Frau gerechnet. Aber das ist mir in den USA schon ein paar Mal aufgefallen. Nur am Namen erkenne ich nicht unbedingt das Geschlecht. Entweder wegen meiner schlechten Namenskenntnis oder weil es hier sehr unterschiedlich sein kann… Sorry Ryan… meine „Schuld“… grins.
Wir gingen Essen… Äthiopisch. Sehr lecker. Und eine neue Erfahrung. Denn wie wir erfuhren, wird in Äthiopien mit der Hand gegessen. Zumindest in diesem Lokal. Es war sehr lecker. Wir hatten eine Kostprobe aller vegetarischen Gerichte und einen gebratenen Rotbarsch… das sah sehr schön aus. Und war sehr lecker. Zum „Aufnehmen“ des Essens gab es eine Art Eierkuchen, den wir mit den Fingern in kleine Stücke rupften und dann damit das weitere Essen griffen und uns in den Mund schoben. Ungewöhnlich und lecker. Mein erstes Mal äthiopisch (war ja auch hier in diesem Land am Anfang der Reise) kam noch mit einer Gabel daher… vielleicht aus kultureller Angepasstheit??? Das weiß ich nicht.
Ich zahlte das Essen für uns alle und wir gingen „heim“. Erzählten noch eine Weile und dann war Schlafenszeit. Unser host wollte 7Uhr los zur Arbeit. Glücklicherweise war es für ihn ok, dass wir „hinter uns die Tür zuziehen“ und so können wir entspannt dem nächsten Tag entgegenblicken…



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