es war ein schöner Morgen. Ich ging zum Frühstück ans Wasser… na ja Frühstück… wenn ich den Beutel Granola und die Honigmelone so betiteln möchte… aber ja… natürlich…grins.

Als ich alles zusammengeräumt hatte, war ich auf dem Weg zum Wasserholen… aber die Wasserhähne die ich auf dem Campingplatz fand, waren nicht in Betrieb… komisch. Gestern abend hatte ich noch kein neues Wasser gebraucht. Heute früh schon. Dann nehme ich das mal aus dem „Bad“… da war zumindest ein Wasserhahn. Ich putzte erstmal Zähne und wurde dabei von jemandem wg meines Fahrrades angesprochen und es gab die mehr oder weniger üblichen Fragen. Und ich fragte nach der Qualität des Trinkwassers. Mir wurde abgeraten. Und die Lösung war auch gleich da…. „ich habe immer Wasser von zu Hause in Flaschen mit, ich kann Dir was geben“… ok. ich nahm… und ich konnte gut losradeln.

Nach einer halbe Stunde, kurz hinter Port Ryerse, gab es einen Imbiss.Wagen… Hunger hatte ich ja… und 11.30Uhr war es auch schon… (leider bin ich nicht so schnell morgens… immernochnichtichweiss)… und ich entschied mich den BaconCheeseBurger und OnionRings… und was kann ich sagen: das war wirklich ein leckerer Burger… Und die Frau, die mir Ihren Laden als fernsehbekannt anpries, hatte recht. Allerdings konnte ich Ihre Liebe zu Onionrings mit Ketchup nicht teilen. Ich wollte Remo… was hier Tartar.sauce ist… das konnte sie nun wieder nicht verstehen…

Beim Entlangradeln ist mir mal wieder aufgefallen wie viel „Privat“-Schilder es hier gibt. Der Zugang zum Wasser ist dadurch ziemlich schwierig… und: selten… Am Wasser entlangzuradeln war aber sehr angenehm.

In Dunnville ging ich zu einem Bäcker. Das Angebot war überschaubar… Ein Lemonkeks und ein gut aussehendes Brötchen nannte ich nach dem Besuch mein eigen… ok: das Brötchen hatte jede Menge eingebackene Gewürzgurken… das war eine Erfahrung…

Am Abend kam ich am Long Beach Campground an… sollte ich noch etwas weiterfahren? Beim nächsten Campground war ich mir nicht sicher, ob es da Zelte gibt… Die Infos waren widersprüchlich… und ich hatte schon fast 100km… und eigentlich wollte ich nicht mehr… „Wie bitte? 60Dollar für ein Zelt, mein Fahrrad und mich?“ Ich könne noch warten bis seine Vorgesetzte kommt, die müsste gleich da sein… also wartete ich noch ein wenig… aber auch sie sagte mir, dass sie zwar überlegen, für die Radfahrer einen besseren Preis zu machen, aber das wäre noch nicht entschieden und sie können für heute keine Entscheidung treffen… Der nette Mann ließ mich noch kurz warten… er müsse noch was nachfragen, vielleicht könne er helfen…

…ob ich in seinem Garten mein Zelt aufschlagen wolle? Das war mir sehr willkommen. Das einzige, was ich noch bräuchte wäre eine Toilette und ein Waschbecken mit Wasserhahn…. hmmm, das wisse er nicht…. aber ich solle mal mein Rad nehmen und ihm in dem weißen Auto folgen… er verabschiedete sich von seiner Chefin, die heute auch alleine klarkommen würde und wir fuhren los… ein paar min später waren wir am Ziel… hier auf der Wiese könne ich mein Zelt aufbauen… er würde fragen gehen… ich war etwas unschlüssig mit dem Aufbau… wenn es letzten endes „nein“ heißt… also wartete ich noch ein wenig… hatte aber die Unterlegplane schon draußen und ausgebreitet… dann ging ich doch mal hin… „ja, komm rein… möchtest Du was essen?… es ist noch ein Burger von gestern da… was trinken? Eiswasser? ein elektrolytisches Getränk…?“… uiuiui… das Getränk hatte als Geschmacksrichtung Ananas… aber die Farbe war krass… Geschmack?… naja, kalt war es… und dann ging das Erzählen los…. er stellte mir seinen Freund vor, der verschlafen aus der Tür kam… und gegen 21.30Uhr sagte ich dann, dass ich doch mal, bevor es ganz dunkel wird, mein Zelt aufbauen müsse… „Wieso? Du kannst hier auf der Couch schlafen“… Die Wendungen während meiner Reise sind manchmal schon erstaunlich…

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