als ich heute früh aufgewacht bin, war das ganze Zelt nass… na gut: die Außenhülle und etwas vom Innenzelt, weil ich das Außenzelt an der einen Seite wegen der „besseren“ Belüftung offen gelassen hatte und der Tau tropfte dann runter auf die Außenkante des Innenzeltes… Es ist hier so feucht in der Nacht, dass auch praktisch nichts von meinen Sachen trocken geworden ist. Ich Depp hatte mein Hemd und meine Hose einfach übers Fahrrad gehängt… na gut, die Sonne ist stark, so dass die Hose schnell getrocknet ist und das Hemd fast… und den Rest tat der Wind auf dem Fahrrad an mir dran. Ich räumte trotzdem recht schnell ein. Fuhr nochmal am Büro vorbei, wo es allerdings keine Person gab, und so radelte ich weiter. Frühstück hatte ich nicht mehr (oder nicht mehr viel) und so musste ich erstmal was besorgen. Es gab einen kleinen Laden bei dem ich zuerst war…. Milch war meine Ausbeute und im zweiten etwas größeren Geschäft (ich wusste nicht, dass es dort eines gibt) erwarb ich dann noch Saft und Wasser zum Auffüllen. Nach etwa nach etwa 20km kam ein Friedhof mit Kirche und Bank und ein paar aufgestellten Zaunsegmenten: Frühstück und Zelt.Trocken.Pause…
Was heute mit den Autofahrern los war, kann ich nicht sagen. Sie schienen mir recht aggressiv… soviel „Rücksichtlose“ wie heute hatte ich in der vergangenen Zeit selten. Lag es daran, dass etwas „passiert ist“? Hat irgendeine Mannschaft verloren? Oder „nur“, weil hier mehr Trump.Schilder stehen als in den letzten 2 Monaten? Das ist mir heute ziemlich stark aufgefallen. Und so war ich froh, als ich nach fast dem ganzen „Tagewerk“ die letzten 20km auf einem Radweg fernab der Straße abradeln konnte. Wiedermal eine alte Eisenbahnlinie, die zu einem Radweg umfunktioniert wurde. Sehr angenehm zu radeln. Beeindruckt hat mich, dass auch hier Leute Teile des Radweges „adoptiert“ hatten. Funktioniert also nicht nur bei Straßen.
Als ich dann am Abend bei meiner host ankam, war ich sehr froh. Dieses Schwitzen die letzten 3 Tage und die nur unzureichende Reinigungsmögklichkeiten für mich selber und meiner Sachen, waren mir etwas ekelig. Und so freute ich mich sehr über die Dusche und die Sachen.Wasch.Möglichkleit… Nach der Dusche kam ich mir wie ein neuer Mensch vor. Es klebte nicht mehr, und ich war ziemlich erfrischt. Herrlich.
Und dann gab es Abendessen. Salat und Sheperdspie (Hackfleisch mit Kartoffelbreitopping). Sehr lecker für mich. Was ich wirklich an diesem Warmshower mag, ist, dass ich in die Familien hineinkomme, und ich sehen, wie die Familien leben und was sie so tun und leben. Das finde ich sehr angenehm, um das Leben hier kennen zu lernen. Und so gebe ich meine Geschichten zu den Menschen und bekomme dafür Unterkunft und meist etwas zu essen. Das ist sehr angenehm.



Schreibe einen Kommentar