es ist nicht viel passiert an diesem heutigen Tag. ich fuhr auf ruhigen Wegen in Richtung Osten… nach gut der Hälfte der Strecke wollte ich Pause machen, einkaufen, Mittag essen…
In Babcock fragte mich ein Pickup Truck-Fahrer, ob alles in Ordnung ist? Ob ich was bräuchte: Essen, Getränke… ich freute mich üpber die Fürsorge, lehnte aber ab, da ich heute rund 100km vor mir hatte… aber DANKE.
am Ortsausgang Babcock sah ich LKW stehen. Ein Bauarbeiter fragte mich, ob ich da wirklich lang will. Auf sechs Meilen würden 24 LKW routieren und es wäre sehr gefährlich… ich fragte nach einer Umleitung… aber die war lang. Autos sah ich gerade nicht fahren und ich schlug die Empfehlung des Herrn (Bauleiter???) in den Wind und versprach sehr vorsichtig zu sein. Es war nichts los auf der Baustelle. Kein einziger LKW war unterwegs. Es standen nur ein paar am Rand und warteten. Die Baustelle war auch nur ca. 3km lang. Also weniger als die Hälfte. Dafür gab es dann eine weitere Baustelle, wo sie mit der Brücke noch nicht so weit waren und die Straße war noch da…. und ich kam durch. Die Bauarbeiter waren recht entspannt… zumindest haben sie nicht gemeckert. Und dann sah ich, dass für Durchgangsverkehr gesperrt war. Das war auf meinem „Hinweg“ so nicht sichtbar… aber dann hatte ich den Rest der Straße ganz für mich allein…
In Nakoosa ging ich einkaufen. Zum Mittag wollte ich aber kein Hähnchen. Ich hab echt noch von gestern genug. Und ich hatte online ein Lokal gefunden, das ganz gut bewertet ist…. das stellte sich dann aber rein vom Ambiente für mich nicht so heraus. Und ich fuhr noch etwas weiter zur Fastfoodkette mit dem M. Ich wollte das ja hier noch probieren. Ergebnis: Burger und Pommes sind (für mich) genau so wie zu Hause. Fanta war viel orangener (Farbe) als zu Hause, dafür süßer und mit noch weniger Saft drin…. Dr Pepper war für mich nicht trinkbar (ich glaube, das ist so ein Energydrink). Also ist es wie zu Hause: zur Not oder selten ok, aber sonst kann ich es auch sein lassen.
Der aufkommende Regen trat nicht ein außer, dass ein paar Tropfen meinen Weg säumten… und weiter ging es. Und zwar mit der Hoffnung, dass ich eine Übernachtungsmöglichkeit finden werde. Campingplätze waren hier nicht, und ich hoffte auf einen netten Menschen, der mir ein Stück seiner Wiese überlassen würde.
Zwischendurch musste ich mich noch durch 3km Sandweg kämpfen, den ich ein bissl fluchend und ansonsten stoisch hinnahm (so einen Weg hatte ich seit langem nicht… und hier bisher noch gar nicht…). gegen halb acht fing ich dann an, mich umzugucken, ob ich jemanden fragen könnte. Manchmal bin ich aber auch ein Feigling. Und doch klingelte ich bei jemandem, wo es aussah, als ob jemand da sein könnte. Der ältere Herr hörte sich meine Frage nach einem Platz an und verneinte…. Mist…
In Almond angekommen sah ich eine Art kleinen Park. Keine Toilette. Ich fragte dort, ob ich dort mein Zelt aufschlagen könnte oder sie einen Platz wüssten. Nee, hier nicht. Im ganzen Ort nicht. Aber dort und dort gäbe es was, wo Dich keiner bemerken wird… hmmm, das ist ja nicht so meine Sache und doch guckte ich nach der Hauptstraße, die ich entlang fahren sollte. Diese war allerdings in meiner Karte mit County Road J angegeben… wie sollte ich da die „versteckte Stelle“ finden. Aber an der Straße angekommen, stand „Hauptstraße“ am Straßenschild… Auf meiner (elektronischen) Karte waren aber die angegebenen Dinge nicht zu finden… was nun? In der Bar hörte ich Stimmen und ich ging gucken. In der Bar war niemand, aber draußen wurde ein Wurfspiel gespielt, wo kleine Sandsäcke durch Löcher in Brettern, die etwas schräg auf dem Rasen standen, geworfen werden mussten. Ich fragte erneut, ob hier jemand einen Platz wüsste, wo ich mein Zelt aufschlagen kann. Vielleicht dort bei der Feuerwehr, die gleich gegenüber war… Ein Mann, der sich später als Gxxx vorstellte, nahm „das Ruder in die Hand“. Die anderen waren eher zurückhaltend. Er durchdachte verschiedene Möglichkeiten, erbat sich ein paar Minuten, um das Spiel zu beenden, erbat sich noch ein paar Minuten, um ein paar Anrufe zu tätigen… ich wartete… und war trotz des Dunkelwerdens relativ gelassen… ich hatte keine Ahnung, was ich machen sollte, wenn es nicht klappt… wie sagte Gxxx zu mir: Du bist hier im Nirgendwo… das ist nicht so einfach… und wir hatten so eine Situation noch nicht… Wahrscheinlich müsste ich dann „einfach“ weiter fahren. Und dann kam doch eine oder die Lösung. Da es hier direkt am Feuerwehrhaus und an der Bar keine Restrooms gab, wurde ich auf den Sportplatz des Ortes „verwiesen“. Sein Buddy Wxxx hätte den Schlüssel für die Restrooms und würde mir aufmachen. Nur ein Bild von meinem Pass für die Sicherheit wollten sie nehmen…. und da kam Wxxx auch schon. Geleitete mich zum Shelterhouse des Lionsclubs für welches er zuständig ist, und ich hatte einen Platz. Ich war/ bin so FROH…. er hat dann noch die Polizei angerufen, damit die Bescheid wissen und bei ihrer Patroullie mich nicht aufsammeln…. So waren für meinen Schlafplatz die Bar, die Feuerwehr, der Lionsclub und Wxxx, der sich liebevoll um mich sorgte, involviert.
Danke an die Jungs von der Feuerwehr, dem Lionsclub und speziell an Gxxx für die Organisation und Wxxx für den Schlafplatz. DANKE…
Und wenn Ihr noch nixx vorhabt: Am Wochenende steigt in Almond eine Party. Ich nehme an eine Art Dorffest. Soll sehr cool sein. Mit Bands und Essen und Trinken und „Allem“…
Und so baute ich mein Zelt an einem schönen Platz auf, bin froh über meinen Schlafplatz und dass es letztendlich doch gut geklappt hat…. es gibt viele nette Menschen hier 🙂



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