das Land ist weiterhin ziemlich flach… sagte ich es schon? Es gibt aber mehr Bäume, was mir deutlich besser gefällt, als diese „total aufgeräumten“ Landschaften.
Früh besorgte ich mir ein Kilo Kirschen und dann ging es los. Auf einem Friedhof machte ich Rast (die Namen waren meist deutsch und polnisch)… die Friedhöfe sind hier oft nur Wiesen in der Landschaft. Manchmal mit Zaun drumherum manchmal ohne. Wege gibt es kaum und Bänke auf den Friedhöfen habe ich hier bisher nicht gesehen. Das ist sehr schade, weil ich gern auf einem Friedhof sitze und z.B. Pause mache. Hin und wieder gibt es aber zumindest ein paar Bäume auf den Friedhöfen. Und so saß ich im Schatten eines Baumes auf dem Weg, aß die Kirschen zum Mittag und telefonierte etwas. Ja, und alle die das denken, die Kirschen hatten durschlagenden Erfolg. Und ich war froh, dass ich zur rechten Zeit in Minneota ankam und ein Geschäft fand, das einen Restroom hatte. Viele der Läden haben das hier. Auch wenn manchmal der Weg dahin (innerhalb des Geschäfts) abenteuerlich erscheint. Ich besorgte etwas zum Abendbrot und weiter gings.
Für die Zwischenzeit gibt es nicht viel zu berichten…. Felder, Landschaften, hin und wieder ein Bauernhof… noch in Wyoming erklärte man mir, dass ein Bauernhof für Tiere eine Ranch ist, für Pflanzenanbau eine Farm… und hier stellt sich mir die Frage: was ist ein Bauernhof mit Tieren und Pflanzenanbau… die Antwort habe ich bisher nicht gefunden… aber die Häuser und Scheunen der Bauernhöfe mag ich mit diesen meist rötlichen Farben…
Zum Abend hin wollte ich dann irgendwo Abendbrot machen. Leider waren die beiden Orte Cottonwood und Echo dafür für mich nicht geeignet. In the City of Belview 384Einwohner nach meiner Karte, sah ich einen Bratwurststand. Ich hielt, bestellte eine Wurst und kam mit den Leuten ins Gespräch. Was ist denn hier bei Euch los? Just Saturday Night. Das bedeutet? Wir kommen hier alle zwei Monate Zusammen und haben die Oldtimer hier zum angucken und sind bissl zusammen. ok, dachte ich, sehr schön… Ein Gingerbeer (alkoholfrei, ist kein Bier) bekam ich spendiert, weil ich den Ort besuchte… :)… und wir verquatschten etwas die Zeit. Ich fragte nach einer Möglichkeit, um mein Zelt aufzuschlagen: der City Park war die erste Wahl… Toilette, Waschbecken, Strom und für den Notfall überdachte Flächen wären vorhanden… Duschen nicht… das machte nichts, denn Nicht.duschen, kannte ich ja schon von einigen Plätzen. Was kostet es? Nichts… Sehr nett….
Vorher wollte ich mir aber noch die alten Autos angucken. Es waren nur so 3… maximal 4 Hände voll. Ein paar waren sehr schick. Un da kam aus einem Verkaufshaus eine Frau und fragte „wohin des Wegs?“. Ich antwortete und wurde zur Dusche eingeladen in ihr Haus… wir „verabredeten“ uns für 9Uhr pm… sehr nett.
AB zum City Park. Platz ausgesucht. Zelt aufgebaut. 21Uhr bei Barb zum Duschen. Ihr Mann machte auf und beide hießen mich Willkommen… da sind die Amerkianer echt cooler als bei uns. Ich duschte und spülte den Schweiß des Tages von mir. Ich war sehr froh, dass ich hier blieb, denn eigentlich wollte ich noch 25km weiter, aber ich hatte auch schon 100km. Es war eigentlich genug… Wir erzählten noch eine Weile und dann ging ich in mein Zelt… vorher fragte mich Barb aber noch, ob ich etwas aus dem Kühlschrank bräuchte… ich überlegte… einerseits wollte ich nicht zuviel mitnehmen, den Leuten nichts „wegnehmen“ und so sagte ich, dass es vielleicht für alle einfacher wäre, wenn ich eine Einladung zum Frühstück bekäme (ich kam mir ganz schön frech vor, und doch schien mir diese Idee die beste Lösung für alle)… und so fragten mich Barb and John, ob ich morgen zum Frühstück kommen wolle… ich bejahte… und nicht dass jemand jetzt denkt, ich will hier nur „abstauben“… überhaupt nicht. Der Vorschlag war mir etwas unangenehm, aber ich hielt ihn wirklich für gut…. und er war gut.



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